Elanguest | September 22, 2008
Ich muss zugeben, ich habe mich inzwischen so an das Schreiben dieser Tagebuchseiten gewöhnt, dass ich es vermisst habe letzten Freitag meinen Beitrag abzugeben. Vicky hat jedoch in meiner Abwesenheit eine exzellente Arbeit geleistet! Aber ich bin froh, zurück zu sein und in dem Moment als ich gestern wieder an meinen Schreibtisch kam, war es als ob ich gar nicht erst weg gewesen wäre.
Natürlich bestand der Anfang meines ersten Morgens im Büro daraus, dass Vicky mich über alle Details, die bei Elanguest während meiner Abwesenheit passiert sind, auf den neuesten Stand gebracht hat. Ich habe schnell herausgefunden, dass Montag Morgen noch hektischer war als gewöhnlich. Das lag nicht nur daran, dass wir ziemlich viele neue Teilnehmer empfangen haben, sondern ein Grund war auch der Beginn des letzten Cambridge Prüfungskurses für 2008 diesen Montag. Wir hatten zehn Studenten, die den Kurs gebucht hatten und nach dem Test Ihrer Sprachkenntnisse sind wir zum Schluss gekommen, dass acht von Ihnen besser den FCE Kurs machen sollten und zwei konnten CAE belegen. Diese Woche haben wir uns auch sehr gefreut zwei unserer Ex-Studenten begrüßen zu können, die wieder zu Elanguest gekommen sind, um den FCE Kurs zu belegen – Dominique und Marcello.
Wenn wir gerade von Prüfungen sprechen – diese Woche haben zwei von unseren Studenten, Ferhat und Veronica, die schon seit einer langen Zeit bei uns sind, ihre IELTS Prüfung abgelegt. Sie sind beide zuversichtlich, dass es ziemlich gut gelaufen ist. Alles was wir also noch tun können, ist Daumen Drücken und auf das Allerbeste hoffen.
Ferhat ist gerade in unserem Büro und schreibt einen kurzen Abschiedsgruß in unser Gästebuch. Er hat uns sein Wort gegeben, nächstes Jahr in Malta Urlaub zu machen und wollte von uns das Versprechen, für ihn eine maltesische Freundin zu finden... Ich habe so das Gefühl, jemand hat sich in unsere kleine Insel verliebt...
…Dieselbe kleine Insel, die diesen Sonntag den Tag ihrer Unabhängigkeit feiern wird. Und zwar wurden die maltesischen Inseln am 21. September 1964 zu einer ex-britischen Kolonie. Trotzdem hat Malta für mehr als zehn Jahre Elisabeth II als Königin von Malta beibehalten, bis es am 13. Dezember 1974 zur Republik innerhalb der Commonwealth Staaten erklärt wurde. Der Unabhängigkeitstag ist einer der fünf Nationalfeiertage von Malta, ganz zu schweigen von anderen gesetzlichen Feiertagen, die meistens religiös sind.
Obwohl Malta jedoch keine britische Kolonie mehr ist, ist das Verhältnis zwischen den beiden Ländern immer noch extrem gut, und die Verbindung zwischen uns und den Briten ist immer noch so lebendig wie vor einem Jahrhundert. Sir Igor Judge, der neulich ernannte Lordoberrichter von England, ist der Sohn von Rosa Micallef Judge, einer Malteserin. Eine andere interessante Verbindung zwischen Malta und England ist die Tatsache, dass der neue Großmeister des Souveränen Ritter- und Hospitalordens vom Hl. Johannes von Jerusalem, von Rhodos und von Malta Fra Matthew Festing heißt, ein ehemaliger Ampleforth-Student. Und unser Direktor, Herr West, unterrichtete am Ampleforth College (in York).
Ein Aspekt der maltesischen Inseln, der den bedeutenden Unterschied zwischen Malta und England ausmacht, ist das Wetter. Es ist zufällig auch ein Thema, über das ich diese Woche sehr gerne schreibe, hauptsächlich wegen des geringen und sehr notwendigen Temperaturrückgangs. Obwohl es immer noch perfekt zum Baden ist (da die Wassertemperatur die Lufttemperatur übersteigt), ist es auch tagsüber das ideale Wetter – ziemlich warm, doch weder feucht noch heiß! Wir haben diese Woche auch die ersten Schauer nach dem Sommer erlebt, und um ehrlich zu sein, war jeder, der den ganzen Sommer über auf der Insel war, einfach begeistert – einschließlich mir.
Aber jetzt, wo es nur noch ein paar Stunden bis zum Wochenende sind, betet jeder für ein paar schöne und trockene Tage. Es ist ja klar – niemand bleibt gerne im Haus wegen Regens am Wochenende. Unsere Studenten sind keine Ausnahme; in Wirklichkeit schauen sie uns alle belustigend (und manchmal schockiert) an, wenn sie sehen wie sehr wir uns auf den Winter freuen. Ich verstehe sie schon...aber gleichzeitig verstehe ich auch uns. Ich glaube, das ist das typische Verhalten, welches die menschliche Natur charakterisiert – wir wollen alle das, was wir nicht haben!!
Und mit diesem philosophischen Gedanken schließe ich den Tagebucheintrag dieser Woche und wünsche Ihnen allen ein wunderschönes Wochenende (voller Spaß und Entspannung). Ich halte Sie wieder in einer Woche bezüglich Elanguest und Malta auf dem Laufenden!
Verfasst von: Bernice Farrugia (Head of Studies - Elanguest Language School)